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COPD

Chronic obstructive pulmonary disease ist ein Lungenleiden, das die Atemwege dauerhaft einengt.


Ursachen und Symptome

Wer eine COPD entwickelt, hat meist jahrelang geraucht, war einer starken Feinstaub-Belastung ausgesetzt, oder es kam beides zusammen. Die Patienten husten entweder ständig, oder sie entwickeln ein sogenanntes Emphysem, bei dem die Lungenbläschen so überdehnt sind, dass der Sauerstoffaustausch nicht mehr ordentlich funktioniert. Die Folge: wachsende Atemnot. Man unterscheidet bei COPD zwei Ausprägungen: Die Bronchitiker leiden mehr unter Husten und Auswurf. Die Emphysematiker husten weniger, doch nimmt die Krankheit bei ihnen einen schnelleren Verlauf. Therapien können die Symptome lindern, heilbar ist das Leiden jedoch nicht.


Der Verlauf

Eine COPD schreitet stetig voran. Der Zustand der Patienten verschlechtert sich in unregelmäßigen Schüben, die als Exazerbationen bezeichnet werden. Die Krankheit durchläuft vier Stadien: In der ersten Phase sind die Betroffenen kaum beeinträchtigt, die Lunge arbeitet noch weitgehend normal, ihre Funktionswerte weichen um weniger als 20 Prozent von denen gesunder Menschen ab. In Phase zwei geraten die Patienten außer Atem, sobald sie sich körperlich belasten, die Lungenfunktion ist um bis zu 50 Prozent verringert. In Phase drei tritt schon bei kleinsten Anstrengungen Atemnot auf – die Lunge arbeitet um bis zu 70 Prozent schlechter als normal. In Phase vier schließlich ist das Atmen sogar im Sitzen mühevoll. Die Schwere der Erkrankung hängt auch von der Anzahl der Exazerbationen ab. Für Patienten im vierten Stadium können die Schübe lebensgefährlich sein.

Quelle: Die Zeit, DOCTOR Nr. 4, Sep. 2016

 

 

 


 

 

Hautkrebs durch Sonnenstrahlung

Hautkrebs nimmt seit Jahren stark zu. Zirka 10.000 Menschen erkranken jährlich an weißem Hautkrebs (Basalzell- oder Stachelzellkrebs), 2.200 an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs (malignen Melanom). Hauptrisiko ist UV-Strahlung. Wenn jemand arbeitsbedingt lange Zeit einer UV-Strahlung ausgesetzt ist, kann der Hautkrebs auch als Berufskrankheit anerkannt werden.

Basalzellkrebs und Stachelzellkrebs entstehen meist an strahlungsexponierten Körperstellen: Nase, Ohren, Unterlippe, Nacken und Händen. Diese beiden Hautkrebsformen lassen sich im Frühstadium sehr gut behandeln.

Die Zahl der Patienten mit schwarzem Hautkrebs verdoppelt sich alle zehn Jahre. Etwa 230 Menschen pro Jahr sterben an diesem Tumor. Es wird davon ausgegangen, dass 5 – 10 Prozent dieser Tumore arbeitsbedingt sind. Die Ursache des malignen Melanoms scheinen kurze, intensive UV-Belastungen zu sein. Es tritt zu 80 Prozent an Körperstellen auf, die normalerweise von Kleidung bedeckt sind. Im Frühstadium liegt die Heilungsaussicht bei 100 Prozent, später sinkt sie rapide.

Die einzige Vorbeugungsmöglichkeit ist, die Sonnenbestrahlung niedrig zu halten. Durch

  • technische Maßnahmen wie z.B. Ausstattung der Arbeitsbereiche mit Sonnenschirmen, Sonnensegeln,
  • organisatorischen Maßnahmen z.B. bei der Arbeitsplanung berücksichtigen, dass die UV-Strahlung mittags ihren Höhepunkt erreicht und durch
  • persönliche Maßnahmen, wie angemessene Kleidung oder Hautschutzcremen.

 

Menschen, die überwiegend im Freien arbeiten, erkranken häufiger an Hautkrebs als andere. Deswegen wurde auch 2015 in Deutschland die Liste der Berufskrankheiten erweitert. Seit dem 1. Januar 2015 werden „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen durch natürliche UV-Strahlung“ als Berufskrankheit anerkannt.

 


 

Evaluierung der psychischen Belastungen bei der Firma Bayer abgeschlossen

Die ARGE Arbeitsmedizin führt unter der fachlichen Leitung von Mag. Michaela Stockinger die Evaluierung der psychischen Belastungen bei der Bayer Austria GmbH mittels Impulstest-2-Professional durch.

 


Im Rahmen der Mitarbeiter-Präsentation wurden die Ergebnisse vorgestellt. V.l.n.r.: Betriebsratsvorsitzender Roman Schüller , Claudia Neumann (HR), Dr. Jürgen Schuster (Leiter HR), Mag. Michaela Stockinger und Dr. Martin Hagenlocher (Geschäftsführer Bayer Austria GmbH)

 


 

Kaiserliches Souvenir – Pflanzen als Gesundheitsgefahr?

Nicht nur weltweite Handelsströme lassen Tiere, Pflanzen und Krankheiten Grenzen überwinden. Auch Mitbringsel aus dem Urlaub oder von Gästen können die Gesundheit gefährden. Blumen und Pflanzen sind ein gern gesehenes Geschenk. Dass sie auch eine Gesundheitsgefahr mit sich bringen ist kaum bekannt. Berühmtestes Beispiel hierfür ist der giftige Riesen-Bärenklau, den Zar Alexander l zum Wiener Kongress mitgebracht hat.

Nach Hautkontakt mit dem Saft der Heracleum-Staude kann es zu sogenannten phototoxischen Reaktionen, verbunden mit verbrennungsähnlichen Hauterscheinungen, kommen. Vor allem Gärtner die bei Grünpflegearbeiten Kontakt zur Heracleum-Staude haben sind gefährdet.

Der effektivste Schutz ist das Vermeiden jeglichen Hautkontaktes mit der Pflanze, insbesondere mit dem Pflanzensaft, durch körperabdeckende Arbeitskleidung (lange Hosen, langärmlige Oberbekleidung, flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe). Speziell bei Mäharbeiten ist Augenschutz mit Plexiglasvisier zu verwenden.

 

 


 

Wiederkehr der Tuberkulose

Europa erlebt derzeit eine Rückkehr der Tuberkulose, auch als „Schwindsucht“ bekannt. Mit Erfindung es Antibiotikums Streptomycin galt Tuberkulose zumindest in Europa als aussterbend. Die multiresistente Tuberkulose, die gegen die zwei wichtigsten Medikamente immun ist, breitet sich jedoch, von den Staaten der Ex-Sowjetunion kommend, aus. Diese Form der Tuberkulose entsteht durch ungenügende und abgebrochene Behandlungen, sodass das Mycobakterium immun wird.

Der internationale Reiseverkehr und die Migration lassen auch in Zentraleuropa die Tuberkulose wieder aufleben.