Viren auf Fernreise

 

In Zeiten von Last Minute Angeboten und knappen Auftragsvergaben werden die Vorbereitungen für Reisen in Beruf und Freizeit immer kürzer – bei zunehmender „Exotik“ der Zielländer.

Gleichzeitig führt der globale Klimawandel dazu, dass uns nicht nur tropische Temperaturen, sondern auch Tropenkrankheiten näher rücken.

Wenn schon nicht die Malaria nach Europa zurückkehren wird – war sie doch in Südost-Europa bis in die Fünfziger-Jahre endemisch verbreitet – , so werden von der Anophelesmücke klassische Reiseländer rückerobert.

So galt Goa bis vor kurzem noch als malariafrei und auch auf Great Exuma, der größten Insel der Bahamas sind jüngst Malariafälle aufgetreten.

Andere Moskitoarten, die den Ausbruch von Tropenkrankheiten begünstigen können, sind schon aus dem Süden auf dem Vormarsch. Die Tigermücke, die auch das Dengue-Virus in Umlauf bringen kann, ist bereits in Italien heimisch. 

Ein Auslandseinsatz sollte daher nicht nur unter technischen und wirtschaftlichen Aspekten, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht gut vorbereitet werden. Eine rechtzeitige Beratung beim Betriebsarzt über die Risiken im Zielland ist empfehlenswert, um die geeigneten Vorsorgemaßnahmen, wie Malaria-Prophylaxe und Schutzimpfungen zu treffen.